GEDÄCHTNISAUSSTELLUNG DR. MAGDA STREBL

23. Juli bis 23. Oktober 2022




Seit 1999 erinnert die Promenade zwischen Hölzlgasse und Hofkirchnergasse an Dr. Laurenz Strebl (1892-1993), der nach dem Zweiten Weltkrieg als erster Bürgermeister Klosterneuburgs das Geschick unserer Stadt in seine Hände nahm (1946-1955; formell: Bezirksvorsteher des 26. Wiener Gemeindebezirks).
Schon bald wird es in Klosterneuburg eine weitere Stätte der Erinnerung an ein Mitglied dieser verdienstvollen Familie geben: an Dr. Magda (Maria Magdalena) Strebl (1929-2021). Als sich 1996 der „Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Klosterneuburgs“ konstituierte, war es Dr. Strebl, die als erste Präsidentin für zehn Jahre die Fäden in die Hand nahm und damit maßgeblich zur Entstehung des Museums beitrug. Dann wechselte sie in den wissenschaftlichen Beirat. 2010 wurde ihr die Ehrenmitgliedschaft auf Lebenszeit verliehen.

Dr. Strebls Wirken für den Verein war aber nur einer von vielen Mosaiksteinen, die das Bild einer großartigen Frau ergaben. Am bekanntesten ist wohl ihre Position als erster weiblicher Generaldirektor (sic!) der Österreichischen Nationalbibliothek. In dieser Funktion trug sie nicht nur richtungweisend zur Modernisierung der Bibliothek bei, sondern setzte auch wesentliche Schritte für die Gleichstellung der Frau in unserer Gesellschaft.
Als Dr. Strebl 1993 in den Ruhestand trat, konnte sie auf zahlreiche Auszeichnungen, Mitgliedschaften und Kooperationen zurückblicken.
Mit ihrem Mann, Dr. Laurenz Strebl, ließ sie sich in Klosterneuburg nieder. Hier trugen beide Ehepartner u. a. durch Vereins- und Vortragstätigkeiten nachhaltig zum Kulturleben bei.
2005 erhielt Dr. Magda Strebl, auch Mutter von zwei Kindern, den Frauenpreis, den die Stadt Klosterneuburg damals erstmalig vergab. 2021 beschloss der Stadtrat, einen Ausstellungssaal des Stadtmuseums in Magda Strebl-Saal zu benennen. Aus diesem Anlass möchte das Museum 2022 in einer Ausstellung dem Leben und Wirken Dr. Magda Strebls gedenken.



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