Seelsorger – Pfarrer – Künstler

Eine Gedächtnisausstellung für
Kurt Audétat (∗ 1932 – ✝ 2020)


6. September bis 20. Dezember 2020

„Die Kunst ist die irdische Schwester der Religion.“
(Adalbert Stifter, 1805-1868)


Kurt Audétat wurde 1932 in Zürich (CH) geboren. Zunächst als Konstrukteur und Technischer Zeichner im schweizerischen Romanshorn tätig, wechselte er 22-jährig ins geistliche Fach. Nach einigen Jahren in Wien, wo er u. a. am Aufbau der überkonfessionellen Telefonseelsorge mitwirkte, war er von 1974 bis 1990 Pfarrer in der Evangelischen Gemeinde Klosterneuburg. Als Prediger diente er seiner Gemeinde noch bis zu seinem 80. Geburtstag. 2007 erschien sein Buch „Befreiung aus 2000 Jahren christlicher Angst (Eine Analyse)“ in der Edition Va Bene.

Daneben gehörte die Liebe von Kurt Audétat der Kunst. Zum einen schöpfte er – vor allem als Violinist und Vokalist – Kraft und Freude aus der (Kammer)Musik, zum anderen aus der bildenden Kunst.
In diesem Bereich entstanden unzählige Werke, vor allem Aquarelle, aber auch Öl- und Acrylgemälde oder Wachsarbeiten. Auch thematisch setzte sich Audétat kaum Grenzen und blieb – nahezu experimentell – für alles offen. So finden sich in seinem Oeuvre neben Traditionellem u. a. eine Assemblage aus Elektronikmüll oder Figuren aus Biberbiss-Holz. Eine gesonderte Stellung nehmen seine technischen Ausgrabungs-Dokumentationen für Dr. J.-W. Neugebauer und somit für das Bundesdenkmalamt ein, die sich heute hauptsächlich im Besitz des Stadtmuseums befinden.
1990 wurde Kurt Audétat, der auf zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen zurückblicken konnte und Mitglied beim Künstlerbund Klosterneuburg war, der Kulturpreis der Stadt Klosterneuburg verliehen.
Obgleich Kurt Audétat seinen letzten Wohnsitz in St. Andrä-Wördern hatte, blieb er seiner langjährigen Wirkstätte und Wahlheimat Klosterneuburg stets eng verbunden.


Mit Unterstützung seiner Frau und Töchter hat das Stadtmuseum Klosterneuburg eine Gedächtnisausstellung für Kurt Audétat zusammengestellt.
Diese kann bis 20. Dezember, jeweils sonntags 14:00 bis 18:00 Uhr, besichtigt werden.



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